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Luxembourg BeitragVom 19.-21.09.2014 haben sich die Dosenhunter Capolago, Deekayone, Josch und Marder11 zu einer T5er Tour in Luxembourg zusammengefunden. Anlass war der Geburtstag unseres Seniors Capolago.

In der Planung stand das Ganze bereits seit fast einem Jahr, und wurde nun endlich in die Tat umgesetzt. Am Freitag in der Frühe ging es vom gemeinsamen Treffpunkt mit einem bis unter das Dach vollgeladenem Cachemobil in Richtung Luxembourg. Die Wegführung über den Kölner Ring war um diese Zeit mächtig suboptimal und brachte uns eine herbe Verzögerung ein. Dieses tat

der Stimmung jedoch keinen Schaden an. Nach etwa vier Stunden rollender und stehender Reifen gelangten wir am ersten Cache „The Rock“ in Luxembourg an.

 

Hier bekam Capolago auch zunächst sein Geburtstagspräsent, einen neuen Kletterhelm in leuchtendem Orange. Nachdem alle Förmlichkeiten abgewickelt waren wurde das gesamte Gerödel geschultert und der Weg zur ersten Aufgabe des Tages gesucht. Oben angekommen merkten wir was uns das schwülwarme Wetter noch Gutes bringen würde. Alles wurde vorbereitet und der Weg nach unten konnte beginnen. Josch hatte die Ehre, die Aufgabe  zum Loggen der ersten Dose zu übernehmen. Maik kam im Anschluss direkt hinterher. Hier ziehe ich meinen Hut. Für Maik das erste Mal, dass er sich abgeseilt hat, Respekt! Frank machte sich mit David und der restlichen Ausrüstung auf, um per relativ normalem Wege nach unten zu gelangen. Die erste Aktion war erfolgreich geschafft. Ein grandioser Start.

Da es für den Check-In im Hotel noch zu früh war wurde „Operation 01: Blackbridge“ gestartet. An einer Holzbrücke sollte David nun diese Dose loggen. Die Vorbereitungen für den Abstieg waren einfach nur klasse. Unser Entertainer Marder11 hat wieder mal eine Showeinlage seiner besseren Art präsentiert. Danke Maik, ich lache heute noch …

Anschließend wurde erst mal die Unterkunft inspiziert, tadellos. Hostellerie de la Vallée in Heffingen. Die Einsatzleitung der Dosenhunter hat hier was echt Feines ausgesucht. Schnell ein kühles Blondes und ab zum „Little Switzerland - Eiger“. Nach langer, langer Suche hatten wir dann endlich den richtigen Weg zur Dose gefunden und unser Senior die Ehre diese endlich zu loggen.
Und weiter ging es zur „Nordwand“. Auch hier war der Einstieg, sprich den richtigen Weg zu nehmen das größte Übel. Nach längerer Diskussion seilte Josch sich an der ersten vermeintlichen Stelle ab, konnte aber nicht fündig werden. Da mittlerweile die Abenddämmerung hereingebrochen war, beschlossen wir hier zunächst abzubrechen und am nächsten Morgen weiter zu machen. Im Hotel, nachdem wir uns alle Landfein gemacht und feudal gespeist hatten, wurde über das Versteck der Dose noch kräftig gefachsimpelt und beraten.

Am nächsten Morgen machte sich David als erstes auf, konnte aber nicht zum Ziel gelangen. Also musste Frank erneut in die Wand und konnte das Logbuch mit unseren Namen signieren. Die vielen kleinen Begebenheiten welche sich in der Zwischenzeit von Ankunft bis Log ereigneten lasse ich freundlicherweise unerwähnt ;o)

Am Samstag wurde dann noch die Littel Switzerlandserie vervollständigt. Schnullerzatz on The Rocks konnten wir leider nicht komplett abschließen, obwohl die „Schaukel“ echt Spaß gemacht hat.

Als Gegenpart zum Klettern wurde „Whitebeard’s trasure on the island“ absolviert. David und Frank hatten eigens dafür die Watthosen mitgenommen. Während Maik und Josch die Stellung an Land hielten und auf die Klamotten achtgaben, schmissen sich die beiden anderen frohen Mutes ins kühle reißende Nass der „Sauer“. Bewaffnet mit Leiter und Kugelschreiber machten sie sich auf ins Land der Mücken und Zecken. Aber, hart wie die Dosenhunter nun mal sind war auch diese Aufgabe nicht zu schwer, als das sie im Team nicht gemeistert werden konnte.

Am Sonntag auf dem Weg in die Heimat sollte ein Multi mit guter Bewertung den Abschluss des bis dato rundum gelungenen Wochenendes einläuten. „Marios Stoneworld“ entpuppte sich als ein vortrefflicher Multi. Tolle Stationen mit „aahh“ und „wow-Effekt“. Der leichte Nebel und etwas Feuchte verschafften dieser Location genau das richtige Ambiente. In jedem Freizeitpark müsste eine solche Kulisse für teures Geld erschaffen werden welche uns die Natur hier kostenlos bot. Die im Listing angesprochene T5er Wertung konnten wir heute durchaus bestätigen. Die Wege waren allesamt sehr glitschig. Diese hinderten uns jedoch nicht das heißersehnte Final zu finden und zu loggen. Reichlich verschwitzt am Cachemobil angelangt bot David in freier Botanik noch eine Extraeinlage der „Freikörperkultur“. Kurzerhand war sein Koffer ausgepackt und er in Nullkommanix mit „Meklamuff“ in frische Sachen geschlüpft. Nun konnte die Heimreise ruhigen Gewissens weitergeführt werden, oder etwa nicht? Nach etwa 30 Km und etwa einer halben Stunde später, jeder sinnierte noch über das tolle Wochenende, platzte es aus David in die einschläfernde Stille: „Wer von euch hat meine Schuhe eingepackt?!?“. Kunstpause. Gelächter bei den restlichen Teammates. „Was haben wir mit deinen Schuhen zu tun, DU hast deinen Koffer aus- und wieder eingepackt.“ Kurzerhand an einer Nothaltebucht angehalten und im mittlerweile eingesetzten Regen den Kofferraum durchwühlt,  aber seine Schuhe waren nicht zu finden. Also wieder zurück zum Cacheparkplatz und die Schuhe welche so mitten in der Walachei stehen abholen. Die Stimmung bei David war ab diesem Moment im Keller und von ihm kein Wort mehr zu vernehmen.
Am Parkplatz angekommen, stellte sich heraus, dass bereits irgendjemand seine Schuhe gebrauchen konnte, sie waren nicht mehr da. Seine Stimmung war nun auf dem absoluten Nullpunkt bei – 273,15°C angelangt. Nichts ging mehr.
Die Heimreise wurde erneut angetreten. Von seinen Teammates hatte er nur noch Spott und Gelächter zu erwarten. Dann kam eine zündende Idee. Vielleicht war ja ein anderes Team dort und hat sich seiner Fußbekleidung angenommen. Schnell mal das Listing aufgerufen und siehe da, der Owner selbst war so frei die herrenlos platzierten Galoschen sicherzustellen. Von nun an hatte unser geschundener wieder „Oberwasser“ und die Welt war in Ordnung.

Fazit:
Ein tolles Wochenende mit reichlich Erlebnissen, Eindrücken, blauen Flecken und ganz viel Spaß.

GPX - File der Luxembourg Tour